BAUDENKMÄLER

Schlosskirche 

In unmittelbarer Nähe des Schlosses befindet sich eine im 13. Jahrhundert als gotischer Feldsteinbau errichtete Schlosskirche. Sie wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts umgebaut. Der Glockenturm wurde bereits 1729 verändert und besaß bis 1917 noch zwei Glocken. Bemerkenswert sind in ihr der das Sandsteinepitaph von den im Jahre 1593 verstorbenen Christoph von Pfuel sowie der Altar und die Kanzel aus der II. Hälfte des 19. Jahrhunderts. 1818 erfolgte die Schließung der selbstständigen Pfarrstelle in Jahnsfelde und die Zuweisung des Amtsbereiches an die Pfarrstelle Obersdorf. In diesem Zusammenhang erfolgte wahrscheinlich der Austausch von Land zwischen dem Gut Jahnsfelde und der Kirche. Alte kirchliche Flurnamen, die jedoch nicht mehr Kircheneigentum sind, deuten auf solche Handlungen hin.

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Schloss

Das Schloss, eine rechteckige, kompakte Einflügelanlage, besteht aus zwei unterschiedlichen Bauteilen, einem zweigeschossigen Mitteltrakt und zwei Kopfbauten an der Ost- und Westseite. Der Schlossbau, im Kern ein zweigeschossiger massiver Putzbau von sieben Achsen, ist teilweise von Räumen mit Kreuzgrat- und Kappengewölben aus dem 16. oder 17. Jahrhundert (wohl um 1680) unterkellert, da der alte Jahnsfelder Vorgängerbau 1742 bis auf die Kellermauern abgetragen worden war, um ein neues Haus darauf bauen zu können. Das äußere Erscheinungsbild dieses überlieferten Barockbaus war um 1831 klassizistisch überformt worden. Im Mai 1870 legte Alexander von Pfuel den Grundstein für die Bauten an beiden Giebelseiten des Hauptbaus. Mit der Fertigstellung dieser ziegelsichtigen Anbauten in neogotischen Formen 1875 war eine großzügige Erweiterung des Schlosses entstanden, auch eine Terrasse und weitere Vorbauten waren damals dazugekommen. Diese Anbauten sind mit reich gegliederten und von Zinnen bekrönten Staffelgiebeln, teilweise mit farbig glasierten Ziegeln, geschmückt. Zwei runde Treppentürmchen mit Spitzhelm und ein weiterer Turm mit pyramidalem Helm flankieren diese Bauten.

Einklassenschule

Die ehemalige einklassige Dorfschule wurde 1859 als ein für diese Zeit typisches Backsteingebäude errichtet und diente gleichzeitig als Wohnung des Lehrers. Bis 1965 wurde hier für die Kinder Jahnsfeldes der Schulunterricht gehalten. 1980 wurde das Objekt zur Gemeindeverwaltung umgebaut und dadurch eine erhebliche Veränderung der Innen- und Außenansicht herbeigeführt. Im April 1992 wurde mit einer denkmalpflegerischen Daten-aufmessung begonnen. Einst war eine Erneuerung für die Jahre 1993/ 1994 geplant. Eine umfangreiche Restaurierung begann im April 2004, wodurch der Urzustand wiederhergestellt wurde. Aus Fördermitteln des Landesamtes für Verbraucherschutz, Landwirtschaft und Flurordnung, den finanziellen Unterstützungen von den Ortsteile der Stadt Müncheberg sowie von der Pro-Kopf-Prämie der Gemeindegebietsreform wurden die Rekonstruktionsarbeiten in Höhe von 320.000 Euro finanziert. Mit dieser Rekonstruktion konnte ein Teil Jahnsfelder Geschichte gesichert werden. Heute dient die alte Schule als Gemeindezentrum, Tagungsort und Jugendclub.