Familie von Pfuel

Die Familie v. Pfuel (auch Pfuhl, Phull) ist ein altes märkisches Adelsgeschlecht, welche schon 926, nach Vertreibung der Wenden, in die Mark kam. Diese weitete ihren Machtbereich weit aus und kam im laufe der Zeit an zahlreiche Besitztümer in der Mark Brandenburg, Sachsen, Pommern, Württemberg, Osteuropa und Schweden. Die Namensform wechselte zwischen Pula, Pul, Pule, Pfule, Puel, Phul, Pfull, Phull und Pfuel.

Das einstmalige Stammschloss der Familie befindet sich in Jahnsfelde (Mark) und war fast ein halbes Jahrtausend (1449 bis 1945) im Besitz dieser. Das Geschlecht blüht heute in Süddeutschland, ist aber in der einstigen Heimat Jahnsfelde im Biolandbau engagiert.

Seit der Adoption des letzten Fideikommissherrn auf Jahnsfelde Dr. Curt-Christoph v. Pfuel († 2000) durch Apollonia Gräfin v. Bruges († 1944) führen er und seine Nachkommen den Namen "Graf/ Gräfin Bruges-v. Pfuel". Der Doppelname Bruges-v. Pfuel weist neben dem uradeligen Geschlecht auch auf die Familie der Grafen v. Bruges hin. Die später - vor allem in Preußen - als Grafen Bruges de Montgomery bekannte Familie war seit dem 18. Jahrhundert dort ansässig, kam aber erstmals mit Thomas Bruges und dessen Sohn Henri Bruges (auch: Bridges) bereits 1510 aus der englischen Provinz Glocester und siedelte sich dann in der französischen Dauphiné an. (Literatur: Genealogisches Handbuch des Adels, hrsg. vom Deutschen Adelsarchiv e.V., Gräfliche Häuser, B, Band I, Glücksburg 1953, S. 47 ff.) Die Familie zählt nach dem Genealogischen Handbuch des Adels zu den adeligen Häuser, Teil A: adelige Häuser des spätestens um 1400 nachgewiesenen ritterbürtigen deutschen Landadels und ihm gleichartiger Geschlechter (Deutscher Uradel).

Sollten Sie biographische Angaben zu einzelnen Mitglieder der Familie wünschen, so nehmen Sie bitte Kontakt mit mir auf. Auf Grund der Vielzahl von Pfuel-Namensträger ist die Wiedergabe von allen Biographien hier nicht möglich.